Ozon-Glossar: Begriffe einfach erklärt
Die wichtigsten Begriffe zur Ozon- und Geruchsbehandlung – klar und korrekt erklärt. Ozon dient hier ausschließlich der Geruchsbeseitigung und Luftauffrischung in leeren Räumen.
- Ozon (O₃)
- Ein Molekül aus drei Sauerstoffatomen, das Gerüche oxidativ abbaut. Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen (O₃) und ist deutlich reaktiver als der normale Luftsauerstoff (O₂). Im Gerätebetrieb wird es kurzzeitig erzeugt und baut Geruchsmoleküle durch Oxidation ab, statt sie nur zu überdecken. Behandelt werden ausschließlich leere, unbenutzte Räume; danach wird gründlich gelüftet, bevor der Raum wieder betreten wird.
- Oxidation
- Chemische Reaktion, bei der Ozon Geruchsstoffe in geruchsneutrale Verbindungen umwandelt. Bei der Oxidation gibt Ozon ein Sauerstoffatom an Geruchsmoleküle ab und verändert deren chemische Struktur. Dadurch verlieren etwa Rauch-, Keller- oder Tierhaltungsgerüche ihre Wahrnehmbarkeit. Es handelt sich um einen rein geruchsbezogenen Prozess der Luftauffrischung, nicht um eine Desinfektion.
- mg/h (Ozonleistung)
- Milligramm Ozon pro Stunde – das Maß für die Ausstoßleistung eines Geräts. Die Angabe mg/h beschreibt, wie viel Ozon ein Gerät pro Stunde erzeugt. Je größer der Raum und je hartnäckiger der Geruch, desto höher sollte die Leistung gewählt werden. Sie ist die zentrale Kennzahl für die richtige Gerätegröße – vom Oxia Compact für kleine Räume bis zum Oxia Pro für große Flächen.
- Oxion™
- Eigenes Verfahren aus Ozon, aktivem Sauerstofffluss und Ionisation. Oxion™ kombiniert die Ozonerzeugung mit einem aktiven Sauerstofffluss und einer Ionisation der Luft. Ziel ist eine effiziente, gleichmäßige Geruchsbehandlung im leeren Raum und ein frischer Lufteindruck nach dem Lüften. Die Technik findet sich in allen Modellen – Oxia Compact, Oxia Plus und Oxia Pro.
- Halbwertszeit
- Zeit, in der die Hälfte des Ozons in der Raumluft wieder zerfällt. Ozon ist instabil und zerfällt von selbst wieder zu gewöhnlichem Sauerstoff (O₂). In Innenräumen liegt die Halbwertszeit typischerweise bei etwa 20–30 Minuten, abhängig von Temperatur, Luftfeuchte und Oberflächen. Deshalb hinterlässt eine Ozonbehandlung keine dauerhaften Rückstände, sobald gelüftet wurde.
- Bodennahes Ozon
- Ozon in der Außenluft, das im Sommer als Luftschadstoff auftritt. Bodennahes Ozon entsteht draußen unter Sonneneinstrahlung aus Vorläuferstoffen wie Stickoxiden und ist ein bekannter sommerlicher Luftschadstoff. Es ist nicht zu verwechseln mit der gezielten, kurzzeitigen Ozonbehandlung in einem leeren Innenraum. Das Umweltbundesamt veröffentlicht hierzu Grenz- und Informationswerte für die Außenluft.
- CT-Wert
- Produkt aus Konzentration und Einwirkzeit einer Ozonbehandlung. Der CT-Wert (Concentration × Time) beschreibt das Zusammenspiel aus Ozonkonzentration und Einwirkdauer. Eine wirksame Geruchsbehandlung hängt nicht allein von der Konzentration ab, sondern auch davon, wie lange das Ozon einwirkt. In der Praxis bedeutet das: passende Geräteleistung wählen und die empfohlene Einwirkzeit im leeren Raum einhalten.
- Geruchssanierung
- Gezielte Beseitigung festsitzender Gerüche statt bloßer Überdeckung. Bei der Geruchssanierung werden hartnäckige Gerüche – etwa nach Rauch, Brand, Feuchtigkeit oder Tierhaltung – an ihrer chemischen Quelle abgebaut. Anders als Duftsprays überdecken Ozonverfahren den Geruch nicht, sondern verändern die verantwortlichen Moleküle. Behandelt wird ausschließlich im leeren Raum mit anschließendem Lüften.
- Ausgasung (VOC)
- Abgabe flüchtiger organischer Verbindungen aus Materialien in die Raumluft. Flüchtige organische Verbindungen (VOC) werden von Möbeln, Farben, Teppichen oder Kunststoffen an die Luft abgegeben und können als Geruch wahrnehmbar sein. Eine Ozonbehandlung kann geruchsaktive Verbindungen oxidativ verändern; die wichtigste Maßnahme bleibt jedoch ausreichendes Lüften und Frischluftzufuhr.
- Lüftung
- Luftaustausch, der nach jeder Behandlung zwingend erforderlich ist. Nach einer Ozonbehandlung muss der Raum mindestens 30 Minuten gründlich gelüftet werden, bevor er wieder betreten wird. Frischluft beschleunigt den Zerfall des Restozons zu Sauerstoff und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Gute Lüftung ist sowohl Sicherheitsmaßnahme als auch Voraussetzung für ein dauerhaft frisches Ergebnis.
Quellen & weiterführende Behörden
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